© Dietmar Denger, Vorarlberg Tourismus

Vorarlberg ist (auch) ein Tourismusland

Kernziel 1: Tourismusstandort wettbewerbsorientiert weiterentwickeln

Herausforderungen für unseren Tourismusstandort

  • Der Wettbewerb setzt unsere erfolgreiche DNA — unsere Einzigartigkeit — mit kleinstrukturierten und familiär geführten Betrieben stark unter Druck

  • Der Qualitätstourismus erfordert laufende Investitionen und Anpassungen der Rahmenbedingungen für Unternehmer:innen und Beschäftigte

  • Mehr Stunden im Büro für die Bewältigung bürokratischer Hürden und erhöhter Auflagen bedeuten weniger Zeit beim Gast

DAS WOLLEN WIR

Wir wollen attraktive Rahmenbedingungen garantieren

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© Roswitha Schneider, Biohotel Schwanen Bizau
Leitprojekt 5:

Entwicklung einer Modellregion „Tourismus.Work.Vorarlberg“

Um die Beschäftigung im Tourismus in Vorarlberg attraktiver zu gestalten, soll unter anderem ein Vorarlberger Arbeitszeitmodell erarbeitet werden. Angestrebt wird zum Beispiel eine Erweiterung des Durchrechnungszeitraums von 26 Wochen bei der Arbeitszeitenregelung. Dies zielt auf die Möglichkeit einer Ganzjahresbeschäftigung für Arbeitnehmer:innen im Tourismus ab. 

Gutes Beispiel:

Hotel übernimmt Kinderbetreuung für Teilzeitkräfte

Das Biohotel Schwanen in Bizau (biohotel-schwanen.com) übernimmt die Kosten für Tagesmütter. So können Mitarbeiter:innen mit Kindern bis zum Kindergartenalter mitarbeiten.

Gutes Beispiel: 

Privatvermieter:innen leben authentische Gastfreundschaft vor 

In Vorarlberg gibt es über 300 mit dem Qualitätsgütesiegel „Edelweiß“ ausgezeichnete Privatvermieter:innen. 

Sie bieten authentische Gastfreundschaft, sind kleinstrukturiert, meist familiär geführt und tragen auf vielen Ebenen zum Mehrwert für Einheimische und Besucher:innen in den Regionen bei. Dies ist ganz im Sinne der touristischen DNA des Landes. 

Der Anteil von Privatvermieter:innen an allen Gastgeber:innen im Montafon erreicht 70 Prozent. Dortige Vorzeigebetriebe sind zahlreich. Stellvertretend für Viele stehen unter anderem das Ferienhaus auf Garfrescha von Christine

Vergud, der Bauernhof sowie die Pension von Romy Pichler in Latschau/Tschagguns und die Pension von Steffen

Volkmann-Fiel in St. Gallenkirch.

Mehr dazu unter:
www.privatvermieter-
vorarlberg.at

DAS TUN WIR

Erhalt touristischer DNA

Wir stärken die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe und Leistungsträger:innen durch die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts.

  • Mehr „warme Betten“ pro Gemeinde und Region > Investorenmodelle und Co. prüfen
  • Etablierung touristischer Entwicklungskonzepte (TEKs)
  • Zweitwohnsitze beschränken und Abgabenobergrenzen aufheben
  • Unterstützung von Betriebsnachfolgen und Generationsübergaben

Mehr Zeit für die Gäste

Wir passen die Umfeld- und Arbeitsbedingungen für Unternehmer:innen und Beschäftigte im Tourismus an.

  • Abbau bürokratischer Hürden und Aufwendungen
  • Familienfreundlichkeit durch mehr Kinderbetreuung
  • Fairer Wettbewerb zwischen gewerblicher und privater Vermietung
  • Unterstützung von Mitarbeiter:innen-Unterbringung und -Motivation
  • Rot-Weiß-Rot-Karte für Stamm-Saisonniers

Resilienz stärken und fördern

Wir entwickeln die Basisfinanzierung und die Förderungssysteme wettbewerbsorientiert weiter.

  • Weiterentwicklung der Förderungen für Betriebe
  • Weiterführung der Förderungsberatung
  • Unterstützung von alternativen betrieblichen Finanzierungsformen
  • Wirksamkeit der für den Tourismus eingesetzten Mittel messbar machen
  • Prüfung der Anpassung des Tourismusfinanzierungssystems
DAS BEWIRKEN WIR

Steigerung des qualitativen Wachstums und des Wohlstands im Land  (wirtschaftlich nachhaltig).

  • Anzahl TEKs (Tourismusentwicklungskonzepte)
  • Nutzungsintensität Beherbergung 
  • Ganzjahres- und Verkehrskonzepte 
  • Anteil Ganzjahres-Arbeitsplätze und Verhältnis offene Stellen zu Arbeitssuchenden im Tourismus 
  • Anzahl von Betrieben mit Mitarbeiterunterkünften und/oder familienfreundlichen Projekten 
  • Anteil der 96 Vorarlberger Gemeinden, die sich als Tourismusgemeinde erklären

Stärkung der kulturellen Identität, Steigerung der Unternehmer:innen- und Mitarbeiter:innen-Zufriedenheit, nachhaltige Boden-, Siedlungs- und Tourismuspolitik (soziokulturell nachhaltig).

  • Auslastungsgrad der qualitativen Infrastruktur und Qualitätsbetten 
  • Anzahl der Maßnahmen in den Bereichen Deregulierung, Verwaltungsvereinfachung und Bürokratieabbau 
  • Verhältnis von eingesetzten öffentlichen Mitteln zu Ergebnissen und deren Wirkung 
entwicklungsziele 768x373 - Kernziel 1
Nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG)

Weitere Kernziele

2

Marketing auf Resonanz- erzeugende Angebote fokussieren

3

Bildungsangebote ausbauen und Berufe attraktivieren

4

Regionalität stärken und Kulinarik-Marke etablieren

Lebensart

Indem wir unsere natürlichen Gegebenheiten vor Ort weiterhin als touristisches Fundament verstehen.


Die meisten Imagezuschreibungen sowie Hauptentscheidungsgründe für einen Urlaub oder Besuch in Vorarlberg haben mit der schönen und authentischen Vorarlberger Natur und Landschaft zu tun.

Was haben unsere Gäste davon?

  • Diese Gegebenheiten vor Ort ermöglichen eine reiche Vielfalt an Aktivitäten in den Bergen, Tälern und Seen, wobei Skifahren, Wandern und zunehmend auch das Radfahren zu den Hauptaktivitäten zählen.
  • Gäste profitieren von einem weiterhin nachhaltigen Ausbau eines ganzjährigen Qualitätstourismus mit einer gesunden Balance zwischen einem hochwertigen Angebot inklusive Kultur und Architektur sowie einer hohen Umwelt- und Landschaftsqualität.
  • Die im Sommer liegenden Potenziale sollen stärker genutzt und das vielfältige touristische Angebot im Winter auf hohem Niveau gehalten bzw. weiterentwickelt werden.

Lebensraum

Indem wir mittels unserer Lebenskultur besondere Erlebnisse auf Vorarlberger Art und  Differenzierung im Markt ermöglichen


Wer in Vorarlberg zu Gast ist, taucht als Einheimischer auf Zeit in unsere Lebenskultur ein. Eine Beschreibung dieses spezifischen Selbstverständnisses findet sich in der Standortmarke Vorarlberg. Diese definiert sich über die Begriffe „chancenreicher Lebensraum“ und damit verbundener Grundprinzipien, die in der nebenstehenden Grafik auf den Tourismus angewandt werden.

KontrastprinzipFairness- & Toleranzprinzip

Wir sind überraschend anders.

Wir agieren ganzheitlich nachhaltig.

Chancenprinzip

Kinderprinzip

Wir schaffen und gestalten Chancen-Räume

Wir bleiben entdeckerisch neugierig.

Manufakturen

Indem wir als Manufakturen für das gute Leben touristische Kernleistungen mit dem Streben nach Exzellenz erbringen.


Unsere Manufakturen bieten exzellente Könnerschaft und kreative Gestaltungskraft. Der Begriff „Manufaktur“ verweist dabei auf seine ursprüngliche Bedeutung einer speziellen handwerklichen, oft gemeinsamen Kunstfertigkeit im Sinne einer qualitativen Ausrichtung, unter anderem in Abgrenzung zu einem industriellen Verständnis im Sinne eines Massentourismus. Damit verstehen sich touristische Leistungserbringer wie Betriebe, Tourismusorganisationen, Gemeinden und Regionen als Manufakturen für das gute Leben und weder als Einzelkämpfer noch als industrielle Massenanbieter.

Was haben unsere Gäste davon?

  • Die Gastfreundschaft in Vorarlberg zeigt sich im offenen, freundlichen, selbstbewussten Umgang der Gastgeber:innen mit ihren Gästen. Jede:r spürt, dass er:sie willkommen ist.
  • Echte Profis bieten authentische Produkte und Dienstleistungen an. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind engagierte, begeisterte Mitarbeiter:innen und Unternehmer:innen sowie eine positive Tourismusgesinnung und gastfreundliche Haltung aller Vorarlberger:innen. 
  • Dadurch sollen Gäste das Land Vorarlberg bei jedem Besuch stets neu als Maßstab für Qualität, authentische Gastfreundschaft, regionale Genusskultur und nachhaltigen Tourismus erleben.

Was tragen Manufakturen zur Strategie bei?

  • Stärkung der authentischen Gastfreundschaft sowie der weltoffenen Regionalität im Tourismus. 
  • Förderung integrativer und  nachhaltiger Konzepte und regionaler Wertschöpfungsketten durch faire Kooperationen. 
  • Gestaltung von Natur-, Kultur- und Bewegungsräumen sowie Orten des kulinarischen Genusses zur eigenen Entfaltung.