© Albrecht Imanuel Schnabel, Vorarlberg Tourismus

Auf Reisen nachhaltig mobil sein

Kernziel 6: Sanfte Mobilität zur An- und Abreise sowie vor Ort stärken

Herausforderungen für eine nachhaltige Mobilität
  • Die Entscheidung für die An- und Abreise des Gastes hängt stark von den Möglichkeiten zur sanften Vor-Ort-Mobilität – als Erlebnisangebot und als Beitrag zur Nachhaltigkeit – ab

  • Gäste und Einheimische zeigen vermehrtes Interesse am Ausbau umweltschonender Mobilitäts- und Verkehrslösungen zwischen und in urbanen sowie ländlichen Regionen

  • Einem Umstieg auf sanfte Mobilität stehen Lücken bei der Anbindung von Talschaften, für die letzte Meile sowie in Bezug auf Alternativen zur An- und Abreise mit dem
    Pkw entgegen

DAS WOLLEN WIR

Wir wollen den Umstieg auf sanfte Mobilität unterstützen

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© Lisa Mathis, Vorarlberger Verkehrsverbund
Leitprojekt 4:

Pilotprojekt „Sanfte Mobilität für alle Gäste“ wird landesweit ausgerollt

Die Gästekarte soll ab der 1. Übernachtung landesweite Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglichen. Dieses Ziel ist bereits im Regierungsprogramm 2019 – 2024 und im Mobilitätskonzept des Landes formuliert. Erst wenn Gäste sich auf eine verlässliche und unkomplizierte Mobilität vor Ort verlassen können, sind sie auch bereit, die Anreise mittels öffentlicher Verkehrsmittel in Betracht zu ziehen.

Gutes Beispiel: 

Gäste der Alpenregion Bludenz sind bereits „Total Mobil”

Die Alpenregion Bludenz ermöglicht ihren Übernachtungsgästen bereits seit 2019 die landesweite Mobilität mit Bus und Bahn im Rahmen einer Gästekarte. Dieses Konzept wird nun bis 2025 weitergeführt und gilt als
landesweites Pilotprojekt (siehe Leitprojekt 4). Andere Destinationen wie z. B. der Bregenzerwald, das Kleinwalsertal oder Lech Zürs haben schon zuvor kleinregionale oder Destinations-weite Mobilitätslösungen eingeführt.

Mehr dazu unter: 
www.vorarlberg-alpenregion.at/de/gaestekarten-der-region/mobilitaet-mit-der-gaestekarte.html

DAS TUN WIR

Bewusstes Unterwegssein ermöglichen

Wir schaffen Alternativen zur An- und Abreise mit dem Auto und bauen innovative und nachhaltige Mobilitätsangebote für den touristischen Bedarf vor Ort aus.

  • Gästekarte inklusive aller Angebote für den öffentlichen Verkehr
  • Ausbau Mobilitätsgrundangebot in den Tourismusregionen 
  • Ausbau Wander- und Skibusse
  • ÖPNV-Anreise zu Großveranstaltungen/-projekten, Freizeitparks ermöglichen
  • Verbesserung der überregionalen Eisenbahn-/Bodenseeschifffahrts-Anbindung
  • ÖPNV-Mitnahmemöglichkeiten für Fahrräder, Freizeit- und Sportausrüstungen
  • Radverkehrskonzepte inklusive Mountainbike und E-Bike für Tourismusregionen
  • E-Bike und Car-Sharing-Systeme vor Ort
  • E-Ladeinfrastruktur an Standorten von touristischen Betrieben
  • Ausbau des klima- bzw. umweltschonenden Haus-zu-Haus-
    Angebots
  • Etablierung von Pilotregionen für nachhaltige Mobilität im Tourismus
  • Pilotprojekt für ein selbstfahrendes (Call-)Bussystem in einer (Teil-)Region

Verhaltens­veränderung anregen

Wir entwickeln und fördern bewusstseinsbildende und verkehrslenkende Aktivitäten und Maßnahmen.

  • Öffentlichkeitsarbeit für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln 
  • Schulungen und Infos für Betriebe über Bedürfnisse autofreier Gäste
  • Unterstützung von betrieblichem Mobilitätsmanagement für Mitarbeiter:innen 
  • Erarbeitung von Parkraummanagement-Lösungen für Skigebiete 
  • Positionierung Vorarlbergs als
    Destination mit einem umfassenden Mobilitätsangebot
DAS BEWIRKEN WIR

Erhöhung des Nutzungsanteils umwelt- und klimaschonender Mobilität im Tourismus sowie Schaffung von Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Ökologie (ökologisch nachhaltig).

  • Ausgegebene landesweite „mobile“ Gästekarten
  • Anteil Gäste, die mit öffentlichem Verkehr anreisen 
  • Anteil Wege mit nachhaltiger Mobilität von Gästen vor Ort
  • E-Ladestationen bei touristischen Betrieben
    (E-Autos und E-Bikes)
  • Modellregionen für nachhaltige Mobilität im Tourismus 
  • Parkraummanagement in Tourismusregionen 
  • Pilotprojekt für ein selbstfahrendes Bussystem
  • Projekte betriebliches Mobilitätsmanagement 
  • Kommunikation und Schulungen zu autofreier Mobilität
nachhaltige entwicklungsziele - Kernziel 6
Nachhaltige Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG)

Weitere Kernziele

7

Digitale und innovative Potenziale ausschöpfen

8

Ressourcen für Synergien und Zusatznutzen bündeln

Lebensart

Indem wir unsere natürlichen Gegebenheiten vor Ort weiterhin als touristisches Fundament verstehen.


Die meisten Imagezuschreibungen sowie Hauptentscheidungsgründe für einen Urlaub oder Besuch in Vorarlberg haben mit der schönen und authentischen Vorarlberger Natur und Landschaft zu tun.

Was haben unsere Gäste davon?

  • Diese Gegebenheiten vor Ort ermöglichen eine reiche Vielfalt an Aktivitäten in den Bergen, Tälern und Seen, wobei Skifahren, Wandern und zunehmend auch das Radfahren zu den Hauptaktivitäten zählen.
  • Gäste profitieren von einem weiterhin nachhaltigen Ausbau eines ganzjährigen Qualitätstourismus mit einer gesunden Balance zwischen einem hochwertigen Angebot inklusive Kultur und Architektur sowie einer hohen Umwelt- und Landschaftsqualität.
  • Die im Sommer liegenden Potenziale sollen stärker genutzt und das vielfältige touristische Angebot im Winter auf hohem Niveau gehalten bzw. weiterentwickelt werden.

Lebensraum

Indem wir mittels unserer Lebenskultur besondere Erlebnisse auf Vorarlberger Art und  Differenzierung im Markt ermöglichen


Wer in Vorarlberg zu Gast ist, taucht als Einheimischer auf Zeit in unsere Lebenskultur ein. Eine Beschreibung dieses spezifischen Selbstverständnisses findet sich in der Standortmarke Vorarlberg. Diese definiert sich über die Begriffe „chancenreicher Lebensraum“ und damit verbundener Grundprinzipien, die in der nebenstehenden Grafik auf den Tourismus angewandt werden.

KontrastprinzipFairness- & Toleranzprinzip

Wir sind überraschend anders.

Wir agieren ganzheitlich nachhaltig.

Chancenprinzip

Kinderprinzip

Wir schaffen und gestalten Chancen-Räume

Wir bleiben entdeckerisch neugierig.

Manufakturen

Indem wir als Manufakturen für das gute Leben touristische Kernleistungen mit dem Streben nach Exzellenz erbringen.


Unsere Manufakturen bieten exzellente Könnerschaft und kreative Gestaltungskraft. Der Begriff „Manufaktur“ verweist dabei auf seine ursprüngliche Bedeutung einer speziellen handwerklichen, oft gemeinsamen Kunstfertigkeit im Sinne einer qualitativen Ausrichtung, unter anderem in Abgrenzung zu einem industriellen Verständnis im Sinne eines Massentourismus. Damit verstehen sich touristische Leistungserbringer wie Betriebe, Tourismusorganisationen, Gemeinden und Regionen als Manufakturen für das gute Leben und weder als Einzelkämpfer noch als industrielle Massenanbieter.

Was haben unsere Gäste davon?

  • Die Gastfreundschaft in Vorarlberg zeigt sich im offenen, freundlichen, selbstbewussten Umgang der Gastgeber:innen mit ihren Gästen. Jede:r spürt, dass er:sie willkommen ist.
  • Echte Profis bieten authentische Produkte und Dienstleistungen an. Eine wichtige Voraussetzung dafür sind engagierte, begeisterte Mitarbeiter:innen und Unternehmer:innen sowie eine positive Tourismusgesinnung und gastfreundliche Haltung aller Vorarlberger:innen. 
  • Dadurch sollen Gäste das Land Vorarlberg bei jedem Besuch stets neu als Maßstab für Qualität, authentische Gastfreundschaft, regionale Genusskultur und nachhaltigen Tourismus erleben.

Was tragen Manufakturen zur Strategie bei?

  • Stärkung der authentischen Gastfreundschaft sowie der weltoffenen Regionalität im Tourismus. 
  • Förderung integrativer und  nachhaltiger Konzepte und regionaler Wertschöpfungsketten durch faire Kooperationen. 
  • Gestaltung von Natur-, Kultur- und Bewegungsräumen sowie Orten des kulinarischen Genusses zur eigenen Entfaltung.